W E R K E  
  M U S E E N    S A M M L U N G E N    G R O S S P L A S T I K E N    .    A U S S T E L L U N G E N  
  K A T A L O G E    .    T E X T E    .    L I N K S    .    V I T A    .    K O N T A K T    .    I M P R E S S U M  
P R O F.  S P I E L M A N N    .    D R.  H E Y B R O C K    .    R O H    .    S C H N I T Z E N B A U M E R    .    Z Ö L L N E R    .    S O M M E R  
     
 




Neue Materialien wie Kupfer, Bronze, Holz, Blei und Eisen bewirken in verschiedenartigen Kombinationen einen 'sinnlicheren' Umgang mit dem Material, lassen subtile Oberflächen und Farbschattierungen entstehen. Aus massiveren Elementen fügt er feste, häufiger auch statische, manchmal erdhaft wirkende Signets. Sie erinnern gelegentlich an Geräte mit rätselhafter Zweckbestimmung, aber auch an Figurationen oder Idole. Nie gewinnt man den Eindruck, Böllinger suche einen rein dekorativen Effekt, immer geht es ihm um den Gehalt. Die Natur, die sich aus leichten Gerüsten und Verspannungen aufbaut, hat es ihm ebenso angetan wie die Erinnerung an mythische Vorzeit. Die bildnerische Form, mit der er solche ihn beschäftigenden Gehalte sichtbar macht, bleibt stets klar und überschaubar, sie verliert sich nicht im Ungefähren.
Wer schwer berechenbare Kräfte wie Wind und Wasser nutzt, muß, zumal wenn es um den großen Maßstab geht, der Physik Rechnung tragen. Ohne ein gehöriges Maß Rationalität lassen sich die meisten von Böllingers Objekten nicht verwirklichen. Es ist diese Rationalität, die den Umgang des Künstlers mit der Natur, seine Evokation des Mythos steuert und seiner Phantasie Form gibt.

Prof. Dr. Heinz Spielmann
Landesmuseumsdirektor a. D.
Schleswig-Holstein

 
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